Ausblick 2021

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Ausblick 2021

Es gehört schon viel Zuversicht dazu, einen Ausblick auf das neue Jahr zu wagen. Gegenwärtig sind wir ja kaum in der Lage, eine Planung unserer Gottesdienste für die nächsten Wochen zu erstellen. Wegen der aktuellen Lage mussten wir die Gottesdienste in der Hafenstrasse vorerst bis Ende Februar absagen. Auch können wir noch nicht sagen, wann wir wieder einen normalen Gottesdienst mit Gemeindegesang geschweige denn einen Festgottesdienst mit vielen Besuchern feiern können. Auch der Kirchenvorstand kommt gegenwärtig nur virtuell zusammen. Dennoch gibt es einige Ereignisse, die in diesem Jahr auf uns zukommen werden:

Wahlen zum Kirchenvorstand

Der Kirchenvorstand wird in diesem Jahr neu gewählt, und zwar am 13. Juni. Viele Mitglieder aus dem jetzigen Vorstand werden sich wieder zur Wahl stellen. 

Andere werden aus verschiedenen Gründen nicht wieder kandidieren. Der Kirchenvorstand hat einen Benennungsausschuss gebildet, der in der Gemeinde neue Kandidatinnen und Kandidaten gesucht und auch gefunden hat (s. Seite 8). Zu einem späteren Zeitpunkt werden sich die Kandidaten der Gemeinde vorstellen.

Neue Kirche für die Hoffnungsgemeinde

Auch hier gehen die Planungen voran. Bis April soll der städtebauliche Wettbewerb ausgelobt werden. Es ist vorgesehen, hierzu renommierte Architektenbüros einzuladen. Der Bauausschuss arbeitet hierzu an den Anforderungen der Gemeinde an die neue Kirche. Unterstützt werden wir dabei von „bridging people & ideas“, einer Beratungsgesellschaft, die bei uns im Bahnhofsviertel beheimatet ist. Ich habe darüber bereits im letzten Gemeindebrief berichtet. Da derzeit keine Workshops machbar sind, haben wir zusammen mit „bridging people & ideas“ entschieden, zunächst Einzelbefragungen durchzuführen. Dazu haben wir Gemeindemitglieder von ganz jung bis ganz alt ausgesucht, die bereits alle kontaktiert worden sind. Wir mussten die Zahl natürlich begrenzen, um den Aufwand nicht zu groß werden zu lassen. Daher bitte ich um Verständnis, falls jemand sich vergessen fühlt. 

Darüber hinaus werden auch Personen aus dem Umfeld befragen, weil wir eben eine Kirch für Frankfurt bauen wollen, die über die Gemeinde hinausstrahlt. Der Kirchenvorstand hat dieses Ziel in seinen Anforderungen wie folgt festgelegt:

Die neue Kirche verweist in ihrer herausragenden, zukunftsweisenden Architektur auf die Gegenwart Gottes in der Welt im 21. Jahrhundert. Sie ist ein klar erkennbares Kirchengebäude, das Menschen transzendente Erfahrungen ermöglicht. Die neue Kirche hat eine besondere Ausstrahlungskraft, die in Frankfurt und darüber hinaus Wirkung zeigt. Sie sticht aus dem Stadtbild hervor.

Der Kirchenneubau ist ein Ort der Ruhe und der Kontemplation im Stadtgewühl. Gleichzeitig ist die Kirche ein Ort der Gastfreundschaft. Die Kirche soll eine einladende und sichere Oase sein, sowohl für Gläubige als auch für Passanten.

Die neue Kirche bildet an ihrem Standort zwischen Messe und Hauptbahnhof, Westend und Gutleutviertel eine Brücke zwischen arm und reich, zwischen Finanzzentrum und Menschlichkeit, zwischen Kirche und Stadt, zwischen Abreisenden und Ankommenden inmitten der kulturell diversen Metropole Frankfurt. Sie ist ein Ort der Begegnung, ein Ort, an dem Beziehung entstehen kann, an dem aber auch Stille und Anonymität möglich ist.

Die Kirche ist ein Gebäude, in dem Gottesdienst gefeiert wird, aber auch Konzerte oder Veranstaltungen (Vorträge, Podien, Workshops) stattfinden.

Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sind wichtige Säulen unseres kirchlichen Selbstverständnisses. Das neue Kirchengebäude würdigt durch ihre Bauweise die Schöpfung und zeigt einen verantwortungsvollen Umgang mit ihr.

Der Kirchenneubau soll den Menschen in der Stadt dienen und Gott die Ehre geben. 

Ich werde auch zukünftig an dieser Stelle über den Fortschritt berichten.

Gottesdienste

Hier ist es am schwierigsten, eine Aussage über die Zukunft zu machen. Und die Planung insbesondere für größere Gottesdienste ist immer noch mit Unsicherheit verbunden, wie z.B. die nun für den 25.4. geplante Ordination unserer Pfarrerin. Diese Feier sollte ursprünglich schon im März des vergangenen Jahres stattfinden. 

In der Zwischenzeit sind fast alle Gottesdienste auch über das Internet zu empfangen, dank unserer technischen Ausstattung und dank eines ehrenamtlichen Teams, das mit viel Einsatz jeden Sonntag aktiv ist. Wir erreichen mittlerweile mehr als 100 Personen, die im Internet unsere Gottesdienste anschauen, auch weit über unsere Gemeinde hinaus. Unser Pfarrteam und unsere Musiker lassen uns mit ihrem Einsatz auch ein wenig vergessen, dass wir selbst in der Kirche im Moment nicht singen dürfen. Wir finden die Übertragung so erfolgreich, dass wir das wohl auch nach dem Ende von Corona nicht aufgeben wollen.

Das Jahr wird auch mit Corona ein sehr bewegtes werden.

Dr. Friedhelm Kirmeier

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